Weinberg
Die Trauben für unsere Weine wachsen an Reben, die bis zu 60 Jahre alt und zum Teil noch wurzelecht, d.h. nicht auf reblausresistente amerikanische Unterlagsreben gepfropft sind. Die Rebberge liegen auf 550 bis 600 m. ü. M. Sie profitieren vom niederschlagsarmen Klima und von den steinigen, tiefgründigen Bündnerschiefer-Böden.
Tagsüber werden die Trauben von der intensiven Sonneneinstrahlung im Churer Rheintal stark erhitzt, abends werden sie vom Fallwind, der über die hohen, steilen Felswände herunter weht, abgekühlt. Dieses Wechselspiel zwischen heissen Tagen und kühlen Nächten ist für die Aromenbildung entscheidend.
Die stetige Ventilation im trockenen Bergwind schützt die Trauben und erlaubt es, die Reben mit minimalem Einsatz von Schutzmitteln zu pflegen.
Seit 2009 wird ein einen Teil der Rebfläche versuchsweise nach biologischen Grundsätzen bearbeitet, und seit 2011 sogar biodynamisch. Nein, "modisch grün sein" ist bestimmt nicht der Antrieb für diesen Versuch, aber wir erhoffen uns durch die biologische Bewirtschaftung eine erhöhte mikrobielle Bodenaktivität (insbesondere der symbiotischen Mykorrhizapilze), was dazu führen müsste, dass unsere spezielle Bodenmineralität (sehr kalkhaltiger Schiefer), als einer der wichtigsten Bestandteile unseres Terroirs, zukünftig noch klarer im Weinen herauszuschmecken sein sollte.
Einen sehr lesenswerten Artikel über Bodenaktivität und biologische Bewirtschaftung finden Sie unter https://www.fibl-shop.org/shop/pdf/do-1089-dok.pdf
