DER MATTMANN
Eine Pinot Noir Erfolgsgeschichte welche 2002 mit 900 Flaschen begann. Zuerst wurde der Wein nur mit Trauben aus einem 1976 gepflanzten, von Gian Battista von Tscharner bewirtschafteten Churer Rebberg gekeltert. 2004 kamen über 50-jährige Zizerser Reben von Andrea Durizzo dazu.
Ab dem Jahrgang 2006 selektionierte Thomas Mattmann für den DER MATTMANN nur noch die besten Trauben von alten, zum Teil noch wurzelechten Zizerser Reben. Wir führen diese Erfolgsgeschichte weiter mit der DER MATTMANN selektion.
DER MATTMANN 2009
Mittleres, jugendliches Rot; Aromen von roten und schwarzen Beeren mit einem Hauch Cassis, würzige Röstnoten; mittelgewichtig, saftige Säure, markantes Tannin, lang;
muskulöser, konzentrierter Wein. 17,5/20 Marmite 6/11
DER MATTMANN 2008
Alles oder nichts!
Unter dieses Motto könnte man die Werdung des DER MATTMANN 2008 stellen. Wir glauben, man spürt dem Wein an, unter welch extremen Bedingungen die Ernte stattgefunden hat, wie lang er an der Maische war, wie kompromisslos ohne jedes Sicherheitsseil oder Fangnetz am Limit gearbeitet wurde. Der DER 2008 kann immer noch runterfallen, aber wir sind unterdessen ziemlich sicher, dass er in ein paar Jahren einer unserer Lieblinge sein wird und den bisherigen Lieblingsjahrgang 2004 überflügeln wird.
Warum ?
Den ebenfalls sehr spät gelesenen 2004er fand Thomas Mattmann nach der Abfüllung sehr gut, machte sich aber den Vorwurf, dass er die Trauben zugunsten von Wucht und Fülle noch 2-3 Tage länger hätte reifen lassen sollen. Wenn wir jetzt einen 2004er öffnen, beginnt er uns langsam extrem gut zu gefallen. Wir glauben, dass er noch drei, vier Jahre bis zum Höhepunkt braucht. Trotzdem hätte Thomas ihn heute nicht später, sondern zugunsten der Frische und Finesse sogar 2-3 Tage früher gewimmelt.
Beim 2008er sind wir jetzt genau in dem „Frische-Finesse-Bereich." Noch nie hatte der DER weniger Alkohol, tiefere pH-Werte und mehr Säure. Und so wirkt jetzt auch der Wein: knackig frisch, finessenreich und kompromisslos. Und was dabei fast das wichtigste ist: Zum ersten Mal haben wir das Gefühl, dass in diesem Pinot Noir den Boden und den Stein richtig herauszuriechen und -schmecken ist!
Alles oder nichts! Beim 2008er haben wir sicher sehr viel gewonnen. Ob alles, oder ob wir schlussendlich doch noch verlieren, das wird die Zukunft zeigen.
Die Trauben für den DER MATTMANN 2008 wurde zwischen dem 20. und dem 27. Oktober gelesen.
Obwohl der Wetterbericht für Montag, 27. Oktober Regen prognostizierte, und obwohl Samstag/ Sonntag, 25./26. Oktober wunderbares Wetter war, haben wir für die späteren Lagen und Klone die Lesecrew erst auf Montag aufgeboten. Die Sonne der beiden Tage wollten wir unbedingt in unseren Trauben haben.
Und das hohes Pokerspiel ging auf. Nachdem wir am Montag bei trockenem Wetter die letzten Pinot Noir Trauben eingebracht hatten, begann es in der Nacht auf den 28. zu regnen und in der Nacht auf den 29. Oktober gab es fast 40cm Schnee. Spät aber "Just in time" kamen die Pinots mit 100 bis 103° Oechsle genau in der richtigen Reife.
Die Maischegärung mit Spontanhefe dauerte bis 22 Tage, danach ging der trübe Jungwein in die Barriques, wo sich der biologische Säureabbau relativ lang hinzog.
Nach einem Jahr Barriqueausbau und fast acht Monaten Nachreifung im grossen Holzfass, wurde DER MATTMANN 2008 am 31. August und 1. September 2010 ohne sterile Schlussfiltration abgefüllt. Die Ernte 2008 ergab schlussendlich 12260 Normal- und 600 Magnumflaschen, 26 Jéroboam (3l), 11 Réhoboam (4.5l), 6 Methusalem (6l), 4 Salmanazar (9l) und 2 Baltasar (12l)
Degustationsnotizen
Fassmuster "Duftiges, kräftiges, pfeffriges Bouquet mit Cassis, Leder, Mocca, Minze. Fruchtiger, samtener Gaumen mit kräftiger, frischer Frucht, guter Säure, üppiger und doch eleganter Struktur, frischer, langer Abgang. 18/20 2013-2024"
Schweizerische Weinzeitung, Mai 2010
Dunkles, Tiefe anzeigendes Bouquet nach Leder, Johannisbeeren, Brombeeren, Weichseln, auch wieder die typischen Cassisnoten. Viel Würze (Pfeffer, Gewürznelken) und ein Hauch Espresso. Mit Belüftung legt der Wein an Komplexität und Intensität noch einen Zacken zu. Im Gaumen sehr dicht aber noch jugendlich ungestüm. Gute und sehr präsente Gerbstoffe, saftige Säure, langer Abgang. Kompromislos. 2014 bis 2025.
Mattmann, eine Woche nach der Abfüllung
"Intensives Bouquet von reifen, momentan eher roten Früchten. Wunderbar saftig und intensiv am Gaumen, wieder Pâte de fruits, zarte Gewürznoten, feine Säure vei vollem Körper. Enorm trinkanimierend. 17+/20 2011-2020"
Weinwisser N° 09/2010 vom 27. September 2010
Vier Stunden dekantierte Flasche: "Offen, dunkle fast schwarze Nase, dunkle Cassis & Brombeernoten, schwarze vollreife Johannisbeere, Trüffel, etwas herbe schwarze Kräuter im Hintergrund, dicht & sehr tief & sehr komplex, Hauch Bitterschokolade mit Luft & Zeit, wirkt noch sehr jung.
Verwobene dichte & kraftvolle Art, sehr mineralischer Unterbau, frische rassige Säure, sattes mittleres Tannin, mittig noch etwas kantig & rauhbeinig, hohes Potenzial anzeigend, rassig, anspruchsvoll, leicht zitronige Frische, frische rote Johannisbeere, Bleistiftnoten, mittig noch sehr verschlossen, ansatzweise die Aromatik der Nase preisgebend, sehr langer, frischer mineralischer Abgang. 18/20, 2013-2025"
Sigi Hiss Februar 2011
Erhältlich
Der DER 2008 ist jetzt in der 75cl und der Magnumflaschen im Verkauf.
Der DER 2009 ist jetzt ebenfals in der 75cl und der Magnumflaschen im Verkauf.
( Für den DER 2010 können Grossflaschen reseviert werden)
